Projekt Kenia





Ein Projekt der Bildungshilfe für Kinder und Jugendliche aus Nomadenfamilien Nordkenias
......................... "Bitte hilf mir eine Schule zu besuchen!"

Der afrikanische Junge, der dies zu mir sagte, war vielleicht 16 oder 17 Jahre alt. Er sprach Englisch und nannte sich Andrew Lojokin. Er war in Lumpen gekleidet, und man sah ihm an, daß es ihm in den letzten Wochen nicht besonders gut gegangen war. Doch er bettelte nicht um Almosen, nicht um Essen, nicht um Kleidung oder um irgend einen Gegenstand. Er wollte nur die vielleicht einzige Chance seines Lebens wahrnehmen dürfen: den Besuch einer Secondary-Schule. Dafür hatte er gearbeitet und von seiner Seite aus alle notwendigen Voraussetzungen erbracht:
Er hatte die Missionsschule (Primary-Schule) durchlaufen und nach der 8. Klasse sein Abschlussexamen abgelegt. Er hatte mit Auszeichnung bestanden und die Zulassung an eine weiterführende Schule erhalten.


Seitdem zog er herum auf der verzweifelten Suche nach Schulgeld. 20,- Euro im Monat war ein Vermögen. Seine Familie, Nomaden vom Stamm der Turkana, war zu arm, um ihm eine Secondary-Schulausbildung zu bezahlen, und seine Suche nach einem Job in der District-Hauptstadt Maralal war vergeblich gewesen. Auch seine Heimatmission South Horr konnte ihm nicht helfen, denn Jungen wie ihn gab es viele, zu viele. So stand er denn da, mit seinen Dokumenten in den Händen, und Augen zwischen Hoffnung und Verzweiflung ...
Dies war vor über 30 Jahren in South Horr in Nordkenia. Andrew Lojokin war einer der ersten, für den ich damals Schulgeld zahlen konnte. Er ging seinen Weg, besuchte vier Jahre lang die Sekundarschule in Baragoi und danach zwei Jahre ein berufsbildendes Colleg in Eldoret. Dann kehrte er in sein Heimatgebiet zurück, um als ausgebildeter Lehrer an einer Primarschule zu unterrichten und für seine Familie zu sorgen.
Andrew folgten bald andere Jungen und Mädchen in die Schule nach. Mit Hilfe von Spenden und Patenschaften gelang es, das notwendige Schulgeld aufzubringen.


Aus bescheidenen Anfängen entwickelte sich so ein großes Projekt der Bildungshilfe, dem Hunderte von jungen Kenianern eine gute Schul- und Berufsausbildung verdanken, die notwendige Voraussetzung für einen guten Arbeitsplatz außerhalb des traditionellen Nomadismus, der nur eine begrenzte Anzahl von Menschen ernähren kann. 1992 hat die Diözese Speyer die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen, die auch für die Spendenquittungen zeichnet. Die Warteliste von Schülern in Not ist lang, und fast täglich erreichen mich Bittbriefe von Jugendlichen, die, wie Andrew damals, eine Schule besuchen wollen und Schulprobleme haben.


Weitere Spenden und Patenschaften werden benötigt, um möglichst vielen eine gute Ausbildung zuteil werden zu lassen.
Kontaktadresse:
Edeltraud Ludwig ...Haydnstr. 21... 76829 Landau/Pfalz
Tel: 06341-85323

Spendenkonto:
Projekt Kenia
Sparkasse Landau SÜW
Konto-Nr.: 115 840
BLZ: 548 500 10